Der Austausch von Daten über verschiedene Systeme ist eine der häufigsten Herausforderungen im IT Alltag. Der Faktor „Sicherheit“ steht dabei immer im Vordergrund, was im besonderen Maße aber bei Unternehmen im Banken- und Finanzsektor der Fall ist. Für einen flüssigen und sicheren Dateiaustausch verwendet die Deutsche Bank seit mehreren Jahren die Managed File Transfer (MFT) Lösung IBM Sterling Connect:Direct (C:D), um einerseits die Anbindung an die verschiedenen Partner und deren Systeme für die Dateiübertragung zentralisiert und einheitlich zu organisieren und andererseits die hohen Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Zum einen müssen die Dateien für die Übertragung persistent vorgehalten werden, bis der Empfang eindeutig bestätigt und die Dateien auf dem Zielsystem gespeichert wurden. Zum anderen spielt die Sicherheit durch die Verschlüsselung der Dateien während der Übertragung eine wichtige Rolle. 2015 wurden wir von der Sutor Bank damit beauftragt, das bestehende C:D System für die Anbindung an die C:D-Schnittstelle der Deutschen Börse von Windows Server 2003 zu Windows Server 2012 zu migrieren.

Erfassen der  Anforderungen

Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Sutor Bank klärten wir eingangs die notwendigen Spezifikationen und Anforderungen, auf Basis derer wir das Migrationsvorgehen der bestehenden MFT-Lösung bestimmen konnten. Die Vorteile, das bestehende System zu der neuen Umgebung zu migrieren, waren gegenüber einem Wechsel zu einer anderen MFT Lösung maßgeblich für die Entscheidung. Zum einen war ein Upgrade durch den bestehenden IBM Wartungsvertrag ohne Zusatzkosten für Lizenzen möglich. Zum anderen konnte die Konfiguration des Systems bis auf wenige Neuerungen übernommen werden, wodurch der Aufwand für die Einrichtung geringer ausfiel als bei einer initialen Implementierung einer neuen Lösung. Mit dem Upgrade auf die neue Version wurde ein Zugriff auf die neuesten Funktionen ermöglicht, wie beispielsweise eine zentralisierte Zertifikatsverwaltung.

Umsetzung

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung mit C:D-Systemen konnten wir die Konfiguration der Quellumgebung gezielt ermitteln und dokumentieren, um auf dieser Basis die Einstellungen der neuen Installation anzupassen. Der Dateiaustausch selbst wird über C:D Prozesse realisiert, die von dem System verwaltet werden und die automatische Dateiübertragung organisieren. Diese konnten ohne weitere Anpassung in das neue System überführt werden. Integrierte Sicherheitsmechanismen verwalten die Dateien dabei persistent, so dass auch im Falle eines Verbindungsabbruchs die Daten nicht nur gesichert vorgehalten werden, sondern auch die Übertragung wieder an der Stelle aufgenommen werden kann, an der es zu dem Verbindungsabbruch kam. Dadurch konnte eine hohe Zuverlässigkeit
bei der Übertragung auch größter Datenmengen gewährleistet werden.

Zertifikate für die Verschlüsselung während der Übertragung werden seit der eingesetzten Version 4.7.0.3 über das integrierte Tool Secure Plus zentral verwaltet und können von den Mitarbeitern zu jedem Prozess individuell ausgewählt werden. Das System informiert automatisch über Zertifikate, deren Gültigkeit in Kürze abläuft. So können neue Zertifikate frühzeitig eingespielt und Ausfälle damit vermieden werden.

Ergebnis

Durch den Einsatz von Best Practice wurde die Migration innerhalb weniger Tage vorbereitet, umgesetzt, getestet und produktivgeführt. Durch die Side-By-Side Migration, bei der das neue System parallel zu dem bestehenden aufgebaut wurde, konnte eine Auszeit im Betrieb vermieden werden. Durch die Flexibilität bei der Gestaltung der einzelnen Anbindungen und der Prozesse zur Übertragung durch das System und die von uns erstellte Dokumentation können so auch in der Zukunft schnell zusätzliche Anbindungen zu weiteren Partnern eingerichtet und kurzfristig auf Veränderungen reagiert werden.

Die Sutor Bank ist eine Privatbank aus Hamburg und wurde 1921 gegründet. Das Geldhaus betreut vermögende Privatkunden und Stiftungen, bundesweit sind dies ca. 320.000 Kunden. Die Bank setzt dabei auf eine langfristige Orientierung, nachhaltigen Vermögensaufbau und Nähe zu den Kunden. Sie ist fest verankert in der hamburgischen Kaufmannskultur.

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