Für Unternehmen ist es erfolgsentscheidend, ob Mitarbeiter gut miteinander zusammenarbeiten können oder nicht. Innerhalb von Abteilungen ist meist das kein Problem. Um auf immer dynamischeren Märkten zu überleben oder sie gar zu gestalten, ist allerdings Teamarbeit über abteilungs- und sogar Unternehmensgrenzen hinweg notwendig. Warum das so ist und wie Ihnen digitale Tools  dabei helfen können, lesen Sie in diesem Blogbeitrag.

Die Digitalisierung löst klassische Branchengrenzen immer mehr auf. Heute kann es in fast allen Branchen passieren, dass die etablierten Player von einem völlig branchenfremden Betrieb rechts überholt werden oder sogar Schiffbruch erleiden. Uber und AirBnB sind nur die beiden prominentesten Beispiele, die zwei etablierte Branchen weltweit in kürzester Zeit völlig umgekrempelt haben. In der Autobranche hecheln die altbekannten Konzerne den Innovationen von neuen Akteuren wie Tesla oder Startups wie Kreisel Electric hinterher. 

Betriebe, die in einer streng nach Abteilungen und Zuständigkeiten definierten Struktur innerhalb ihrer angestammten Branche mit einer fixen Mannschaft agieren, haben in diesem Wettkampf oft das Nachsehen. Ein enges Korsett lässt Ihrem Unternehmen in dynamischen Zeiten wie diesen eben viel zu wenig Luft um zu atmen. 

Die folgenschwersten Nachteile davon sind:

  1. 1) Ihr Betrieb kann immer nur aus einer Perspektive agieren – und das ist die eigene. Die blendet allerdings relevante Probleme und deren Lösungen aus. Wie erleben allerdings Kunden oder Partner Ihren Betrieb? Welche Erwartungen hegen Sie? Die Marktforschung kann dabei nur einen sehr kleinen Teil der Antworten liefern. Selbst sehr große Unternehemen wie etwa Nokia oder Kodak sind genau über diesen Fallstrick gestolpert: Sie haben wichtige Entwicklungen wie die digitale Fotografie und das Smartphone verschlafen, weil sie sich zu wenig in die Rolle ihrer Kunden versetzt haben. 
  2. Innerbetriebliches Silodenken lähmt jede Firma – auch Ihre. Denn jede  einzelne Ihrer Abteilungen hat spezifische Ziele, die sie verfolgt, und so gut wie möglich erreichen will. Das tut sie  so fokussiert, dass die Mitarbeiter Ihr übergeordnetes Unternehmensziel aus den Augen verlieren. So wird es etwa der Ehrgeiz Ihrer Forschungs- und Entwicklungsabteilung sein, ein technisch möglichst ausgereiftes Produkt zu entwickeln. Dass dieses Produkt auch vermarkt- und verkaufbar sein muss, verlieren die F&E-Mitarbeiter aus den Augen, weil sie mit Ihrer Marketing- oder Vertriebsabteilung zu wenig kommunizieren und kooperieren.
  3. Wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, dann geht auch deren Wissen für das Unternehmen verloren. Firmen können so wichtige Kompetenzen verlieren und es dauert oft Jahre, diese durch neue oder umgeschulte Mitarbeiter wieder aufzubauen. Wenn Ihr Betrieb nicht offen für eine Kooperation mit Freelancern oder anderen Partnern ist, können Sie diese Wissenslücke also auch nicht so schnell wieder schließen.
  4. Wenn Sie sich nur mit Ihrer eigenen Branche beschäftigen, sind Sie blind gegenüber neuen Konkurrenten, die aus einer anderen Branche stammen. Woher sollten Sie auch wissen, dass ein branchenfremdes Unternehmen gerade eine Marktinnovation plant, und demnächst in Ihrem Revier auf die Jagd nach Kunden gehen wird?
  5. Lösungen, nach denen eine Branche fieberhaft sucht, sind in einer anderen Branche möglicherweise schon längst gefunden. Das Antiblockiersystem (ABS) beispielsweise war lange Jahre bereits in Flugzeugen im Einsatz, bevor es im Auto für mehr Sicherheit sorgte.
  6. Unternehmen, die oft in einer engen Nische Weltmeister sind, können komplexe, aber vielversprechende Aufgabenstellung nicht allein lösen. So arbeitet etwa der Vorarlberger Wäschehersteller Wolford für die Entwicklung des kompostierbaren BHs mit insgesamt 12 Partnern zusammen. Alleine würde das Vorarlberger Traditionsunternehmen diese Aufgabe nicht stemmen können.
  7. Startups erweisen sich als überaus gut, Marktentwicklungen und Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen. Eine Collaboration mit den jungen Gründern kann sich für Ihr Unternehmen aus vielerlei Gründen lohnen. Dies erfordert aber eine unternehmensübergreifende Teamarbeit, ansonsten ist das gemeinsame Projekt schon im Vornherein zum Scheitern verurteilt

Bunte Teams bringen Erfolge

Erfolgreiche Unternehmen müssen aus möglichst vielen unterschiedlichen Perspektiven heraus beobachten und handeln können.  Sie müssen es auch zustande bringen, für bestimmte Projekte schnell Zugang zu notwendigem Know-how zu bekommen. Das gelingt nur mit Teams, deren Mitglieder aus völlig verschiedenen Bereichen, zumindest aber aus unterschiedlichen Abteilungen, stammen.

3 Dinge, die ein Team ausmachen

Dass in solchen bunt zusammengewürfelten, projektbezogen zusammengestellten Gruppen die Teamarbeit nicht unbedingt leicht ist, liegt auf der Hand. Das wird dann besonders deutlich, wenn man sich zunächst einmal gewahr wird, was ein Team eigentlich ist. 3 Voraussetzungen kennzeichnen es:

  1. Mehrere Personen arbeiten eng miteinander zusammen. Konkret: Sie kommunizieren viel miteinander, stimmen sich ab, tauschen Informationen aus, bearbeiten einige Aufgaben gemeinsam und vertreten sich bei Bedarf. 
  2. Die Teammitglieder haben ein gemeinsam Ziel, ein ähnliches Werteverständnis und sind sich über die Spielregeln der Teamarbeit im Klaren. Innerhalb von Teams, auch projektbezogenen, herrscht eine Art „Wir-Gefühl“.
  3. Ein Team organisiert sich weitgehend selbst. Die Mitglieder teilen sich Aufgaben und Tätigkeiten selbständig ein.

Changeprozess und digitale Tools aus der Cloud

Um diese Voraussetzungen auch für Teams zu erfüllen, die sich aus verschiedenen Abteilungen oder gar externen Partnern zusammensetzen, müssen Sie organisatorisch das passende Umfeld schaffen. Das fängt beim richtigen Briefing an, geht über das zielorientierte Führen bis hin zur Motivation und Bindung von Teammitgliedern, mit denen Sie bloß projektweise zusammenarbeiten. All diese Aufgaben dürfen Sie nicht unterschätzen: Denn in der Regel erfordert dies einen Change-Prozess. Denn erst dann kann Ihr Betrieb jene digitalen Tools einsetzen, die eine  abteilungs- und betriebsübergreifende Teamarbeit wesentlich erleichtert, wenn nicht sogar überhaupt erst ermöglicht.

Orts- und zeitunabhängige Teamarbeit lässt sich am besten über die Cloud abbilden. Alle Werkzeuge, die für eine Collaboration notwendig sind, enthält die G-Suite. Die im Paket enthaltenen Anwendungen erlauben eine ähnlich effiziente Collaboration unter Teammitgliedern, die auf der ganzen Welt verstreut sein können, als würden sie alle in einem Raum sitzen und miteinander schon jahrelang erfolgreiche Teamarbeit verrichten. 


 

Fazit: Warum Teamarbeit und Collaboration für Firmen überlebenswichtig sind

Um es einmal kulinarisch auszudrücken: Wenn Sie und Ihr Betrieb nur im eigenen Saft schmoren, können Sie Ihren Kunden immer nur ein ähnliches Gericht offerieren. Eine Speise, die Ihrer Klientel möglicherweise eines Tages nicht mehr schmecken wird. Auch wenn es nur ein paar neue Gewürze sind: Um auch weiter in der Gunst Ihrer Zielgruppe zu stehen, brauchen Sie neue Zutaten von außen. Mit abteilungs- und unternehmensübergreifender Teamarbeit und Collaboration mit Kunden, Partnern, Lieferanten und Experten haben Sie automatisch Zugang zu einer breiten Palette von neuen Ingredienzien. Damit können Sie Gerichte zaubern, auf die nicht nur Ihre Kunden, sondern Ihre gesamte Branche, und vielleicht sogar völlig neue Bereiche, Appetit haben. 

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